Grossbritannien

Schottland 2017
Am Freitag, 12. Mai ging's los. Unsere Reise wird uns ab Edinburgh zunächst zu den Inseln Arran, Mull und Skye führen. Nach einem Abstecher ins Glencoe im Hochland treten wir via Stirling und Edinburgh am 09. Juni dann die Heimreise an.
Falls Zeit bleibt und das Internet überall funktioniert, werden wir immer etwa über den Reiseverlauf berichten.

Rückblick Schottlandreise 2017

Mit einiger Zeit Abstand und nach Bearbeitung vieler Fotos bleibt von unserem Schottland Aufenthalt vor allem der Eindruck der rauhen aber faszinierenden und abwechslungsreichen Landschaft. Wer die Ruhe der Natur schätzt und kleineren oder längeren Wanderungen nicht abgeneigt ist, für den bleibt Schottland ein tolles Reiseziel.

Unvergesslich auch die Kontakte mit unseren Bed & Breckfast Gastgebern, welche uns die schottische Gastfreundschaft sehr nah erleben liessen und uns viele Fragen zu Land und Leuten beantworten konnten.

Als eher schwierig und mühsam haben wir den zunehmenden Massen- und Wohnwagen-tourismus erlebt. Obwohl wir ja eigentlich in der Vorsaison reisten, waren touristische Orte wie Edinburgh oder gewisse Orte etwa auf der Insel Skye bereits überlaufen. Zu denken gibt nicht zuletzt die Tatsache, dass viele Leute die landschaftliche und historische Umwelt gar nicht mehr richtig zu betrachten und geniessen imstande sind, sondern alles nur noch durchs Handy oder durchs Tablet im Eiltempo "aufsaugen". Die könnten ja zuhause Video Clips anschauen und sich die Reisekosten sparen. Aber eben, man ist dann nicht "da gewesen".

Zwei ausserordentlich interessante und lehrreiche Tage verbrachten wir mit den Fotografen Tim Willcock (Isle of Skye) und Will Robb (Edinburgh), welche uns beide an "touristenfreien" Orten dankbare Motive aufzeigten. Gerade bei solchen Aufnahmen abseits der sogenannten "das muss man gesehen haben" Lokalitäten zeigten sich erst recht die charakteristischen Merkmale einer Landschaft oder einer historischen Stadt. Dass beide Fotografen uns auch noch praktische Tipps mitgaben, machte diese Tage noch zusätzlich wertvoll.

Mittwoch, 07. Juni
Wetter:                         Herrlich; sonnig und mild
Aktivitäten:                  Fototour in Edinburgh mit Will Robb
Der Tag
Will führte uns durch teilweise wenig bekannte Orte in Edinburgh, zumindest solche, die wir selber nicht gefunden hätten. Dazu kennt er sich in der Geschichte der Stadt ebenso aus wie in Geschichten und Legenden, welche nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen. Seine fototechnischen Tipps waren äusserst lehrreich - wieder das eine oder andere gelernt.
Toller Tag, welcher den vorläufigen Abschluss im originalsten Whisky Pub der Stadt und in einem Restaurant mit frischer einheimischer Küche fand. So gestärkt wagten wir noch einen Abendbummel an die "Shores".
Und da war da noch …
… der unmissverständliche Anschlag in einem Restaurant. "Heute haben wir zwei Menus zur Auswahl. Menu 1: nimm es; Menu 2: lass es!". Noch Fragen?
Dienstag, 06. Juni
Wetter:                         100% gemäss Wettervorhersage! Regen den ganzen Tag; immerhin nicht immer gleich stark …
Aktivitäten:                   Zweiter Ausflug nach Edinburgh
Der Tag
Busfahrt mit dem ÖV zum Hafen wo einstige Königlichen Yacht vor Anker liegt und zu besichtigen ist. Wir haben angesichts des Eintrittspreises und der Busladungen voller Touristen darauf verzichtet. Bei einem weiteren Bummel durch den alten Stadtteil haben wir zwei neue gemütliche Pubs und ein feines Restaurant entdeckt. Weiter hat ein Besuch im Laden für Harris Tweed aufs Portemonnaie geschlagen. Habe mir einen echten Harris Tweed Veston erstanden. Den kann man bei Bedarf auch im Regen tragen …
Und da war da noch …
… die Frage nach dem besten Regenschutz an einem schottischen Tag wie heute. Als erstes trafen wir eine Frau mittleren Alters an, welche im Sportdress ihre Jogging Kilometer mitten in der Stadt absolvierte als gäbe es dazu kein geeigneteres Wetter. Dann begegnet man den jenen Gelassenen, denen eine Regenjacke mit oder ohne Kapuze durchaus genügt. Die Schirmträger gliedern sich in drei Gruppen. Die erste, welche einen bei Regen und Wind völlig ungeeigneten Knirps krampfhaft festhalten, bis er dann irgendwann mal bricht. Die zweite, welche einen soliden Regenschirm mit sich führen, welcher recht gut schützt - ausser bei Seitenwind. Und schliesslich die seltene dritte Gruppe, welche einen Regenschirm mit doppeltem Tuch verwendet, um ein Durchnässen der Schirmdecke zu vermeiden.
Zudem findet man recht schnell heraus, wer zu den Einheimischen gehört. Die tragen nämlich meistens Gummistiefel ... .
Montag, 05. Juni
Wetter:                         Vormittag starker Regen (toller Wochenstart …); am Nachmittag recht sonnig mit Abschluss durch Platzregen um exakt 1700 Uhr.
Aktivitäten:                  Ausflug nach Edinburgh
Der Tag
Das war sie nun, unsere erste Erfahrung mit der schottischen Eisenbahn. Und die ist durchwegs positiv. Züge, Pünktlichkeit, Bahnhöfe und die ganze Infrastruktur machen einen tadellosen Eindruck. Hier sind übrigens die Fahrpreise nach "on peak / off peak" gestaltet, will heissen dass ausserhalb des Pendlerverkehrs am Morgen und am Abend das Reisen günstiger ist.
In Edinburgh haben wir uns "touristisch betätigt" und vor allem einmal die sogenannte Royal Mile abgewandert. Wenn das was wir erlebt haben wirklich erst die Vorsaison ist, dann können wir von einem Besuch in der Hochsaison nur dringend abraten!
Somit war das Interessanteste am Edinburgh Castle der Aufbau der gewaltigen Tribüne fürs Tattoo auf dem Vorplatz.
Und da war da noch …
… der absolute "multitasking man" im Frühstücksraum, der sich wie folgt installiert hatte. Kaffee mit Gipfeli und Konfitüre, auf der Bank eine offene Aktenmappe mit diversen herumliegenden Dokumenten, vor sich einen Laptop auf dem er arbeitete und daneben ein Tablet - samt Kopfhörer - auf welchem ein Fernsehprogramm lief!
Wenn der einmal stirbt, so stelle ich mir seine Abdankung wie folgt vor: der Pfarrer liest seine Lebensgeschichte auf dem Tablet ab, seine Rede wird auf Grossleinwand hinter ihm übertragen, gleichzeitig wird im Multiscreen Verfahren gezeigt, wie der Kremationsofen auf Temperatur gebracht wird und die Zuschauer - pardon Trauerfamilie - können per Handy weitere Programme - z.B. Wetterbericht - zuschalten. Damit das Ganze nicht zu chaotisch wird, sind alle Beteiligten mit Kopfhörer ausgerüstet und können so dem Anlass angepasste Musik hören. Ach ja, und innen auf dem Sargdeckel ist ein Skype fähiger Bildschirm angebracht - für alle Fälle …
Sontag, 04. Juni
Wetter:                         Sonnig, teilweise bewölkt (viel besser als der Wetterbericht)
Aktivitäten:                  Touristensoll für Stirling erfüllt.
Der Tag
Wir gingen es ruhig an mit einem Stadtbummel zum Tourist Office. Dann gab's zur Belohnung bereits einen guten Kaffee im heimeligen "Old Town Café" in der Altstadt. Dermassen gestärkt packten wir den Gang durch die Altstadt - inklusive Shopping Mall - in den Kings Park - mit Foto vom Stirling Castle - dann zur "Old Stirling Bridge" - wo die Schotten 1297 die zahlenmässig überlegene Englische Streitmacht besiegten und schliesslich hinaus zum Wallace Monument. Dieser 67 Meter hohe eckige Turm wurde 1861 zu Ehren von William Wallace erbaut. Wallace führte die Schotten in der siegreichen Schlacht von 1297 und gilt hier bis heute als schottischer National- und Freiheitsheld.
(Unser Telldenkmal nimmt sich dagegen doch sehr viel bescheidener aus …)
Und da war da noch …
… mein spontaner Abstecher in einen "Barber Shop". Ich musste meine Mähne mit mittlerweile sicher schon weit über 1 cm Haarlänge dringend einer Renovierung unterziehen. Im Coiffeurgeschäft arbeiteten drei arabisch aussehende Männer mit grosser Handfertigkeit mit Haarschneider und Schere. Einen kurzen Moment erinnerte ich mich an die eben wieder erfolgte Terrorattacke in London, als ich auf einer Hinweistafel auf dem Frisiertisch Folgendes las "Auf Wunsch des Kunden rasieren wir auch die Nackenhaare mittels Rasierklinge - welche wir aber nur einmalig benutzen".
Seltsam, wie uns manchmal das Gehirn einen Streich spielt und an sich völlig harmlose Dinge in einen leichtfertigen und unfairen Zusammenhang zu bringen versucht …
Samstag, 03. Juni
Wetter:                         Sonne, Regen, Gewitter im "fröhlichen" Wechsel
Aktivitäten:                  Fahrt von Glencoe über Killin nach Stirling
Der Tag
Die Sonne am Vormittag verführte uns noch zu ein paar wenigen Fotostopps. Dann ging's zügig Richtung Stirling. Die Landschaft zeigte gegen Süden hin zusehends mehr Misch- und Laubwälder, reicheres Weideland und offenere Täler. Die Ortschaften werden belebter und die Campingplätze ausgedehnter. Stirling schliesslich - am südlichen Rande des schottischen Hochlands - liegt in einer ausgedehnten Ebene.
Im Übrigen empfing uns die Stadt mit einem heftigen Gewitter …
Und da war da noch …
… die Anschrift an der Eingangstüre eines Cafés "Alle Hunde sind willkommen, Gäste nicht unbedingt alle …".
Für die schottischen Hunde, die uns begegnet sind und die durchwegs sehr gut erzogen sind, kann ich diesen Hinweis unterschreiben.
Bei uns in der Schweiz würde ich mich hüten …
Freitag, 02. Juni
Wetter:                         Sonnig, mild
Aktivitäten:                  "Historische" Spaziergänge, Fotorundreise im Glencoe
Der Tag
Im nahegelegenen Ort Ballachulish wurde bis in die 1950er Jahre Schiefer abgebaut. Dies prägte das wirtschaftliche, soziale und politische Leben gleichermassen. Heute zeugt ein eindrucksvoller verlassener Steinbruch noch davon. Seine schwarz glänzenden Felswände geben einen Eindruck von der gefährlichen und eintönigen Arbeit von damals.
Weiter zurück ins 17. Jahrhundert geht die Geschichte des "Signal Rock". Diese das Tal überragende Erhebung diente zur Zeit der Clans als Ort für Höhen- oder eben Signalfeuer. Der Legende nach soll auch der hinterlistige Angriff der Engländer auf dem McDonald Clan von hier aus ausgelöst worden sein.
Im Übrigen nutzten wir den sonnigen Tag, um bis spät am Abend eine ganze Reihe lohnenswerter Fotostandorte aufzusuchen.
Und da war da noch …
… der Imker auf der Baustelle? Der Imker auf dem Fahrrad? Sieht beinahe so aus. Der Grund für die einen oder anderen mit Kopfnetzen "bekleideten" Personen liegt bei den kleinen, lästigen, beissenden und aggressiven Biester namens "midges". Kaum so gross wie unsere sogenannten Fruchtfliegen sind sie hier die reinste Landplage. Einzig heller Sonnenschein, Wind, Kälte oder Regen kann die Viecher vertreiben. Sie finden uns aufgrund des CO2 unserer ausgeatmeten Luft. Ihre Bisse hinterlassen ähnliche Spuren wie der Stich einer Stechmücke. Details erwünscht; kann ich aus persönlicher Erfahrung liefern …
Donnerstag, 01. Juni
Wetter:                         Vormittag trüb, später Nieselregen
Aktivitäten:                  Vormittagswanderung und Suche Fotospots für morgen.
Der Tag
Für heute hatten wir uns das Lost Valley vorgenommen. Der Aufstieg ist recht happig, aber wir kamen gut voran. Vor dem letzten Teilstück hinaus über steiniges Gelände brachen wir die Wanderung dann aber ab. Dies, weil leichter Regen einsetzte und der Ausblick ins Hochtal hinauf in Wolken und Nebel verschwand. Da wir ja wegen ein paar schönen Fotos da hinauf wollten, machte das Ganze wenig Sinn mehr.
Wir fuhren dann über den Glencoe Pass ins Gebiet nördlich der Bridge of Orchy, wo wir morgen - da besseres Wetter angesagt ist - einige Landschaftsfotos ergattern wollen.
Im Dorfmuseum von Glencoe Village beschäftigten wir uns dann nochmals eingehend mit dem schauerlichen Massaker am McDonald Clan im 17. Jahrhundert, welches die Engländer in hinterlistiger Weise vollbrachten.
Und da war da noch …
… die Hinweistafel bei einem Restauranteingang mit folgendem Text: "Achtung, unbeaufsichtigte Kinder werden eingefangen und dem nächstgelegenen Zirkus verkauft!". Naja, die Freude des betroffenen Zirkus' dürfte sich stark in Grenzen halten.
Mittwoch, 31. Mai
Wetter:                         Wunderbar und warm
Aktivitäten:                  Den ganzen Tag "Schwerste Fotoarbeit"
Der Tag
Begonnen haben wir mit dem Glen Etive einem Seitental des Glen Coe. Das Tal streckt sich aus dem Haupthal über fast 20 Meilen bis zum Loch Etive. Unterschiedliche Landschaftsabschnitte, Wasserläufe, Rhododendronflächen, usw. wechseln sich ab und eröffnen nahezu unzählige Motive.
Am Nachmittag "rutschten" wir von Ausstellplatz zu Ausstellplatz das Glen Coe hinunter - immer auf der Suche nach Motiven und kleinen Spaziergängen.
Für die Abendaufnahmen fuhren wir zunächst nach Kinlochleven zum dortigen Wasserfall und dann beim schwindenden Tageslicht rund um das Loch Leven zurück nach Glencoe Village.
Und da war da noch …
… der Linksverkehr auf der Britischen Insel. Daran gewöhnt man sich eigentlich sofort. Einzig komplexe Kreuzungen fordern manchmal ganz kurz erhöhte Konzentration. Vergnügen bereitet mir das links Herumfahren im Kreisel. Das macht richtig Spass und ich möchte das bei uns in der Schweiz auch mal ausprobieren. Vielleicht eher spät am Abend ohne Gegenverkehr und ohne ein Polizeifahrzeug in der Nähe …
Dienstag, 30. Mai
Wetter:                         "Schottisch"; die Sonne kam am Abend
Aktivitäten:                  Tag der Überraschung
Der Tag
Im Vormittagsregen fuhren wir das Glen Coe ab, um gute Fotostandorte und die Abzweiger in die Seitentäler zu finden. Wir mussten ohnehin ab und zu anhalten, da unser Mietwagen einen Druckabfall auf dem rechten Hinterreifen signalisierte.
Trotz Aufpumpen liess sich das nicht beheben. Das Resultat: wir mussten uns ins 15 Meilen entfernte Fort William abschleppen lassen, um dort einen neuen Reifen montiert zu bekommen. Damit war dann der Nachmittag auch gelaufen. Zum Glück ging nur ein Schlechtwettertag drauf.
Und da war da noch …
… der Fahrer vom Abschleppdienst. Nach seiner Arbeit befragt erzählte er uns, dass er nun rund dreissig Jahre im Geschäft sei und pro Jahr so gegen 3'000 (!) Abschleppfahrten macht. Den vielen motorisierten Touristen und den Mietwagen Firmen sei Dank
Montag, 29. Mai
Wetter:                         bedeckt, zeitweise leichter Regen
Aktivitäten:                  Reise von der Insel Sky nach Glencoe im schottischen Hochland
Der Tag
Die Reise verlief ohne Friktionen. Nach einem kurzen Zwischenhalt in Fort William erreichten wir am Nachmittag das Tal Glencoe. Obwohl teilweise in den Wolken, machen die grünen Munros (siehe unten) einen imposanten Eindruck. Wir sind schon gespannt auf dieses breite grüne Tal mit seinem Fluss und den vielen Nebentälern. Für Landschaftsfotos sicher eine tolle Gegend. Und das Wetter kommt dann auch noch besser …
Und da war da noch …
…der Begriff Munros. Das sind Schottische Berge, welche mindesten 3'000 Fuss (914.4 m) hoch sind und meist für sich stehen und nicht Teil eines Gebirgsmassivs oder Hügelzugs sind. Ihre relative Höhe muss 500 Fuss (152.4 m) betragen. Was höhenmässig darunter ist, ist ein Hill (Hügel). Von diesen Munros gibt es in Schottland gemäss Definition und Zählung des Schottischen "Mountain Club" deren 282. Nun gibt es aber auch noch über 200 Munro-Tops. Die stehen dann nicht so ganz eigenständig wie ein Munro. Die Abgrenzung ist ohnehin oft etwas willkürlich, aber Hauptsache man hat eine Liste aller Munros und Munro-Tops.
Gebirge? Gibt's eigentlich im ganzen schottischen Hochland nicht. Mit 1349 m.ü.M. ist der Ben Nevis der höchste Berg - sorry der mächtigste Munro.
Sonntag, 28. Mai
Wetter:                         Kühl und bedeckt am Morgen; tagsüber überraschend starke Wetterbesserung
Aktivitäten:                  Ausfug nach Talisker Bay, Carbost und Dunvegan.
Der Tag
Bezüglich Wetter starteten wir verhalten optimistisch und fuhren zunächst zu den Fairy Pools. Ein überfüllter Parkplatz und alle die Leute, die sich durch heftiges Kopfschütteln und hektischem Armschwingen der Mücken zu erwehren versuchten, machten uns den Entscheid leicht: rechtsumkehrt marsch!
Da das Wetter sich etwas zu verschlechtern schien stellten wir um und machten eine Tour durch die nahegelegene Whiskey Destillerie "Talisker" mit. Das Ganze endete wie befürchtet mit dem Kauf einer Flasche "Talisker Storm", dem neuesten Produkt des Betriebs.
Ganz anders dann die Bucht der Talisker Bay, welche man nach einer kurzen Wanderung erreicht. Der Strand besticht durch eine Mischung von silbrig glänzendem und schwarzen Sand, der bei Ebbe die ganze Bucht füllt.
Den Abschluss des Tages machten wir am späten Nachmittag in Dunvegan. Zu dieser Zeit sind die meisten Bustouristen auf dem Heimweg, was einen erholsamen Spaziergang durch die wunderschönen Gärten von Schloss Dunvegan erlaubt.
Und da war da noch …
… der Friedhof, auf dem einige Schafe auf dem satten Grün zwischen den Gräbern grasten, da offensichtlich jemand das Tor offengelassen hatte. Den Tieren war es ja nicht bewusst und im Übrigen wohl auch egal, wer da unter dem Futterangebot liegt. Die Bestatteten wiederum hatten aus nachvollziehbaren Gründen keine Möglichkeit, sich gegen diesen Frevel zur Wehr zu setzen. So musste dann der Schäfer eingreifen, um die Ordnung auf der geheiligten Stätte wieder herzustellen.
Samstag, 27. Mai
Wetter:                         Mild, die angesagte Schlechtwetterfront tauchte nicht auf
Aktivitäten:                  Ruhiger Tag, kleine Wanderung, Waschen, Ausruhen
Der Tag
Den noch halbwegs sonnigen Vormittag nutzten wir zu einem Ausflug in die Gegend des "Old Man of Storr", der wohl bekanntesten Felsnadel in ganz Schottland. Da dort hinauf aber bereits täglich "Völkerwanderungen" stattfinden, hielten wir uns an den benachbarten See - das Loch Leathan - und an die nahegelegene Küste mit der Bucht von Bearreraig. Weniger spektakulär aber landschaftlich auch schön, ruhiger und fast menschenleer.
Am Nachmittag Wäsche waschen, gemütlicher Lunch und "Zimmerstunde".
Und da war da noch …
… die ältere Lady (einige Jährchen älter noch als ich) neben uns an der Theke im Pub. Als sei das für eine Person ihres Alters das natürlichste der Welt hüpfte sie auf einen Barhocker, bestellte ein grosses Helles und begann auf ihrem Handy zu googeln. Was sagt uns das: auch im fortgeschrittenen Alter soll und kann man sich Beweglichkeit, Genussfreude und Technikverständnis erhalten.
Freitag, 26. Mai
Wetter:                         Schön und sehr warm (die Einheimischen klagen schon über die Hitze; und das bei rund 25 Grad)
Aktivitäten:                  Fototour mit Tim Willcock (Landschaftsfotograf), bei dem wir auch in einem B & B hier auf Skye wohnen.
Der Tag
Tim führte uns vor allem in den Süden der Insel Skye, der als Sleat Region bezeichnet wird. Wir besuchten keine spektakulären, touristischen Orte. Tim führte uns an Standorte, an denen wir als nicht Ortskundige mit Sicherheit vorbeigefahren wären. Aber alle die Orte boten landschaftlich beste Fotomöglichkeiten. Dazu unterstützte uns Tim mit seiner Erfahrung punkto Bildgestaltung und so entstanden Aufnahmen, aus denen man nicht unbedingt erkennen kann, dass sie auf der Insel Skye entstanden. Aber sie zeigen beispielhaft auf, was sich aus dieser Landschaft fotografisch gewinnen lässt.
Und da waren da noch …
… zwei Italiener, die mit auf der Fototour waren. Sie erklärten uns, dass sie ihren Ehefrauen das Recht für diese Ferientage ohne Familie abgerungen hätten. Allerdings gelte das nicht unbeschränkt; die Verhandlungen müssten sie jedes Jahr neu führen …
Donnerstag, 25. Mai
Wetter:                         Am Morgen wollte die Wolkendecken noch nicht nachgeben; dann aber ein sonniger Tag; wir durchbrechen die 20 Grad Celsius-Grenze locker.
Aktivitäten:                  Fahrt der Küste im Norden entlang.
Der Tag
Wir umrunden Trotternish, den Nordteil der Insel Skye und stoppen immer wieder für eine kleine Wanderung und für Aufnahmen der fantastischen Küstenlandschaft. Die touristisch bekannten Orte sind schon gut frequentiert und die Parkplätze gut gefüllt. Aber es ist wie überall - geht man etwas weg vom Trubel, dann hat man umgehend seine Ruhe und geniesst die Vogelgesänge und das Blöcken der nach ihren Jungen rufenden Mutterschafe.
Und da war da noch …
…die Gruppe von fünf Schweiz er Frauen, welche gemeinsam die Menukarte studierten und versuchten herauszufinden, was wohl ein Hadock oder ein Goat Cheese oder ein Salmon sei. Wir sassen am Nebentisch und Iris hatte Erbarmen mit der aufgestellten Gruppe und half beim Übersetzen. Das gab dann ein paar lustige Minuten und erleichterte Gesichter beim Damenkränzchen.
Mittwoch, 24. Mai
Wetter:                         feucht und windig mit kurzen Aufhellungen
Aktivitäten:                  Wir fahren die Westküste südwärts von Tobermory bis Kyle of … .
Der Tag
Trotz mässig lustigem Wetter finden wir ab und zu fotogenen Stellen, bei denen sich ein Anhalten und Aussteigen zum Fotografieren lohnt. Allerdings braucht es im starken Wind einen sicheren breitbeinigen Stand, um das Verwackeln der Aufnahmen zu vermeiden. Fotografieren gegen den Wind geht gar nicht. Der Nieselregen würde keine Zeit zum Fokussieren lassen, bevor die Linse nicht aussieht wie eine Autoscheibe in der Waschstrasse.
Und da war da noch …
… die Toilette in einem kleinen sympathischen Café, wo an der Wand die WC Regeln angeschlagen sind. Eine davon bezieht sich auf die "Herren der Schöpfung". Sie sollen doch bitte beim stehend Pinkeln die Reichweite ihres Strahls nicht überschätzen und so nahe an die Schüssel stehen, dass eine sichere Trefferquote erzielt wird …
Dienstag, 23. Mai
Wetter:                     Mild und teilweise sonnig; später Nachmittag Regen
Aktivitäten:             Reise von der Inseln Mull auf die Insel Skye
Der Tag
Nach einer kurzen Fährenfahrt nach Kilchoan führte uns die Fahrt durch Ardnamurchan - dem westlichsten Zipfel des Schottischen Festlands durch eine Landschaft, die sich von jener der Insel Mull völlig unterscheidet. Wir würden wohl von Voralpenland mit weitläufigem Weideland sprechen. Nur der Blick hinunter ins die Täler auf Meeresbuchten mit kleinen Sandstränden und die vielen Schafe erinnern daran, dass wir immer noch in Schottland sind.
Und da war da noch …
… etwas das man immer leicht vergisst. Schottland hat auch ein Bahnnetz. In Ariaig schos ich vom Bahnhof ein Foto. Dieser Ort beherbergt die westlichst gelegene Bahnstation Schottlands - mit vier haltenden Zügen pro Tag.
Montag, 22. Mai
Wetter:                         Vormittag bedeckt; Nachmittag Regen; Abend sonnig
Aktivitäten:                 
Wandern, Wäsche waschen, Abendessen im besten Fischrestaurant
                                      der Region
Der Tag
Der Wetterbericht sollte recht behalten. Unsere Vormittagswanderung bescherte uns trockenes Wetter. Auf einem bewaldeten Weg hoch über der Küste marschierten wir hinaus zum Tobermory Leuchtturm. Vielfältiges Vogelgezwitscher begleitet uns auf dem Weg und nur wenige Wanderer begegneten uns. Ein erholsamer Vormittag an frischer Luft.
Gegen Abend hin kam die Sonne durch, was ein paar schöne Aufnahmen im und über dem Hafen von Tobernory ermöglichte. Mit einem Tobermory Whiskey schlossen wir unseren Aufenthalt auf dieser Insel ab.
Morgen geht's weiter nordwärts auf die Insel Skye.
Und da war da noch …
… die Tobermory High School Band, welche am Abend am Hafen mit Dudelsack und Trommel aufspielte. Das passte bestens zur freundlichen Abendstimmung.
Sonntag, 21. Mai
Wetter:                         regnerisch
Aktivitäten:                  Kurze Wanderungen in der Tobermory Gegend und Kaffe- und Einkaufsbummel im Städtchen.
Der Tag
Am Vormittag wanderten wir bei starkem Wind und leichtem Nieselregen hinauf zum Crater Loch. Der See liegt wie der Name sagt in einem Krater. Und bei einem Krater muss man ja zuerst den Kraterrand erklimmen. Der liegt für diesen See auf beinahe 300 m.ü.M., was für die Insel Mull schon eine beachtliche Höhe bedeutet. Die Aussicht von dort oben ist denn auch für Insel Verhältnisse gewaltig.
Die zunehmende Nässe trieb uns dann wieder ins Städtchen Tobermory. Und was macht man in einem solchen Fall? Jawohl, man geht ins Café und ins Museum.
Den Tag schlossen wir dann völlig "unschottisch" mit Pasta und Sangiovese ab.
Und da war da noch …
…  ein BMW verliebter Zürcher, der offenbar sein geliebtes Gefährt nicht alleine in Zürich zurücklassen mochte. Er hat sich offenbar gedacht, dass in den Linksverkehr auch ein links gesteuertes Fahrzeug gehört. Naja, Logik ist eben manchmal Glückssache …
Samstag, 20. Mai
Wetter:                         Wechselhaft, zeitweise Regen
Aktivitäten:                  Fahrt in den südlichen Teil der Insel, die sogenannte Ross of Mull.
Der Tag
Auf dem Weg machten wir zunächst kurz einen Abstecher zum Duart Castle. Ein imposanter Bau mit Blick über die Buchten von Loch Linnhe und den Sound of Mull. Fotografisch leider nix, da zwecks Renovation völlig eingerüstet. Zudem recht touristisch mit ganzen Busladungen voll von "Sandalen-Touristen".
Viel erlebnisreicher dann die beiden Dörfchen (oder sollte man eher von kleinsten Häusergrüppchen reden) von Lochbuie und Croggan. Hier finden sich an der Küste ganze Berghänge mit Rhododendren Büschen, um nicht zu sagen -Bäumen und wunderschöne Moos bewachsene Eichenwälder. Das alles gratis in der Natur zusammen mit wenigen Wanderern und einigen Hobby Fotografen. Bloss das Wetter hätte etwas freundlicher sein dürfen. Aber schliesslich wollten wir ja nach Schottland … .
Wir brachen daher den Ausflug etwas früher als geplant ab und hatten so Gelegenheit, in unserem B&B einen klassischen "afternoon tea" samt hausgebackenen Kuchen zu geniessen.
Und da war da noch …
… ein kurzer Stopp, den wir auf dem Rückweg einlegten, als wir gleich neben der Hauptstrasse zunächst auf eine kleine Zeltstadt aufmerksam wurden. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich das Ganze als Rugby Grümpelturnier. Auch Teams junger Frauen legten sich dabei mächtig ins Zeug und scheuten weder blaue Flecken am Körper noch Grasflecken am Tenue. Würde man diese Frauen bei uns in einem Ausverkauf loslassen, wäre die Schlacht um die Ware wohl innert kürzester Zeit zu Ungunsten aller "nicht Tackling gewohnten" Hausfrauen entschieden …
Freitag, 19. Mai
Wetter:                         wunderbar
Aktivitäten:                  Bootsfahrt zu den Inseln Lunga und Staffa
Der Tag
Auf mittelmässig rauher See und gegen die einlaufende Flut ging die Bootsfahrt zunächst zur Insel Lunga. Deren Hauptatraktion sind die "Puffins" - die Papageientaucher. Die putzigen Vögel nisten auf dieser Insel zu Hunderten. Entgegen unserer Erwartung, dass man diese Vögel auf anspruchsvollen Pfaden und nur mit einem guten Teleobjektiv erreicht, war das Ganze erstaunlich bequem. Die Puffins nisten am Rande und am Abhang einer ausgedehnten Wiesenfläche, welche in wenigen Minuten Aufstieg gut zu erreichen ist. Zudem sind die Tierchen überhaupt nicht scheu. Verhält man sich vorsichtig, so kann man sich bis auf wenige Meter nähern. Bei Klicken der Kamera schauen die Vögel dann oft interessiert in Richtung des Fotografen. Gar nicht einfach dagegen ist es, die Puffins im Flug oder im Anflug zu fotografieren.
Auf der Insel Staffa verbrachten wir nur kurze Zeit. Die Insel besticht durch ihre vulkanische Struktur, welche senkrechte Klippen in Form riesiger stabartiger Pfeiler präsentiert. Eine Felsformation wie man sie kaum anderswo findet. Eine grosse Höhle auf der Südseite der Insel soll Felix Mendelsohn zu seiner Hebriden Overture inspiriert haben.
Auf etwas ruhigeren Wellen ritt unser Ausflugboot dann mit gutem Tempo zurück nach Tobermory.
Und da war da noch …
… das B & B Haus in welchem wir hier in Tobermory untergebracht sind. Ein in den 1860-er Jahren von einem Finanzanwalt erbautes Herrschaftshaus, das in Kriegszeiten auch als Offiziersmesse und später als Arztpraxis und Leichenschauhaus benutzt wurde. Heute ebenso stilvoll renoviert wie betrieben. Das Haus verfügt über einen Aufenthaltsraum, in dem nach Bedarf "afternoon tea" serviert wird und eine Bibliothek, in der man sich dem Lesen bei einem vom Hause offerierten Glas Whiskey widmen kann. Unnötig zu erwähnen, dass man vom Park aus den Hafen von Tobermory überblickt.
http://www.strongarbh.com/
Donnerstag, 18. Mai
Wetter:                         wunderbar; sonnig mit "fotogenen" Wolken
Aktivitäten:                  Rundreise im Norden der Insel Mull; meist der Küste entlang
Der Tag
Wir haben an diversen Orten die Hauptstrasse (wenn man den schmalen asphaltierten einspurigen Streifen überhaupt so nennen will) verlassen und sind auf Nebenstrassen Richtung Küste gefahren und dann zu Fuss bis an die besten Aussichtpunkte spaziert. Haben einige tolle Ecken gefunden und kaum jemanden angetroffen; wenn dann meist Einheimische.
Die wohl eindrücklichsten Stellen waren Calgary Bay mit einem langen Sandstrand und der Wasserfall Eas Fors mit seinen Kaskaden.
Und da war da noch …
… das schöne Wetter mit den bisher höchsten Temperaturen um die 18 Grad. Das habe ich am Calgary Beach gefeiert und bei dem kleinen Holzkiosk ein Glacé gekauft - und sehr genossen.
Mittwoch, 17. Mai
Wetter:                         Sonnig, kurzer Regen auf der Überfahrt nach Mull

Aktivitäten:                  Reisetag; Route: Isle of Arran - Fähre nach Claonoig - Fahrt nach Oban - Fähre nach Craignure - Fahrt nach Tobermory
Der Tag
Eine Reise durch einen eher abgelegenen Teil Schottlands mit vielen Buchten, weitläufigem Weideland und immer wieder dem leuchtenden Gelb der Ginsterbäume. Ein besonderes Highlight entdeckten wir rein zufällig. Von der Ortschaft Lochgilphead führt ein Schiffskanal westwärts aus der Bucht von des Firth of Clyde direkt ins offenen Meer Richtung äusserer Hebriden, was rund 100 km Seereise spart. Eine Segelcrew nützte diese Abkürzung, welche durch rund 20 Schleusen führt. Das kostet zwar keine Gebühren, aber man bezahlt dafür durch strenge Arbeit. Alle Schleusentore und das Flutungssystem muss vollständig von Hand bedient werden.
Und da war da noch …
… ein Erlebnis, das uns in längst vergangene Zeiten zurück zu versetzen schien. Da fuhr im Hafenstädtchen ein Lastwagen, beladen mit schwarzen Säcken vor. Der Fahrer schulterte sich einen solchen und marschierte damit ein kleines Stück hin zu einem Hauseingang. Tatsächlich, es handelte sich dabei um den Kohlenmann. Ob das wohl der Ursprung des Begriffs "Energieträger" ist.
Dienstag, 16. Mai
Wetter:                         Start des Tages mit bedecktem Himmel; dann leichte Aufhellungen; gefolgt von heftigem Regen und Tagesabschluss mit Sonnenschein - typisch schottisch eben.
Aktivitäten:                  Wanderung ins Glen Coe und Spaziergang an der Südostküste.
Der Tag
Total schlechtes Timing! Die Wanderung ins Clen Coe wurde begleitet von böigem Wind und etwas Sonnenschein. Auf dem Rückweg wurden wir dann aber während einer Stunde heftigst geduscht. Genialer Materialtest für die Regenbekleidung!
Die Stimmung am Nachmittag mit Wolken garniertem blauen Himmel an der Bay von Kildonan wärmte uns dann aber wieder körperlich und moralisch auf.
Insgesamt ein abwechslungsreicher und zeitweise "erfrischender" Tag.
Und da war da noch …
… ein kurzer Rückblick auf unsere ersten Tage in Schottland, insbesondere auf der Insel Arran. Der Linksverkehr machte uns kaum Probleme. Der Verkehr auf der Insel ist geprägt von Rücksichtnahme und freundlichem Winken (anders geht's auch nicht auf den engen und oftmals holprigen Strassen). Das Wetter ist - vorsichtig ausgedrückt - bis anhin noch sehr variabel. Die Leute sind offen und freundlich. Das Essen in Pubs und Restaurants ist abwechslungsreich, sehr gut und reichlich. Angenehm ist auch die Musik in den Gastro Lokalen. Es scheint, als haben Rap, Disco und Ähnliches den Weg auf die Insel gottseidank noch nicht gefunden.
Montag, 15. Mai
Wetter:                         Am Morgen Regen (aber so richtig!); Nachmittag ohne Niederschlag, aber kräftiger Wind an der Küste
Aktivitäten:                  Entsprechend dem Wetter zunächst "indoor"; später einige Aufnahmen an der Westküste
Der Tag
Wie schon vor Tagen bei der Whiskey Brennerei wurden wir auch heute Morgen vom Wetter unter Dach gezwungen, diesmal bei der Bierbrauerei von Arran in Brodick. Eine aufschlussreiche und sympathische Führung brachte uns diese Kleinbrauerei näher. Eine unabhängige Brauerei, welche trotz ihrer geringen Grösse zehn verschiedene Biersorten produziert und bis aufs Festland exportiert. Zusammen mit diversen Ateliers (Töpferei, Ledermacher, Keramikatelier und anderen) besteht auf engstem Raum ein eigentliches "KMU Zentrum".
Und da war da noch …
… der stolze Präsentator der Brauerei, der uns im Anschluss an die Führung zu einer "kleinen" Degustation einlud. Will heissen, er liess uns alle zehn Biersorten durchprobieren, welche die Besuchergruppe dann auch ausgiebig genoss und kommentierte. Glücklicherweise gibt's gleich um die Ecke ein Lokal, wo man auch starken Kaffee bekommt ….
Sonntag, 14. Mai
Wetter:                         sonnig, angenehme Temperaturen
Aktivitäten:                  Wir setzen unsere Entdeckungstouren auf Arran fort.
Der Tag
Die Insel Arran wird oft als Schottland im Kleinformat bezeichnet. Man soll hier alles finden, was es auch anderswo in Schottland zu sehen gibt. Nachdem wir gestern unter anderem eine Hochlandregion und eine Whiskey Distillerie besuchten, haben wir heute "Standing Stones" (Überreste einer prähistorischen Grabstätte), steinige wie auch sandige Strände, Wanderwege entlang kleinen Flüssen und durch wilde Wälder, Burgruinen, jede Menge Schafe und einen Wasserfall entdeckt. Fehlen nur noch die Hochlandrinder, steile Klippen und ein Schotte im Kilt …..
Und da war da noch …
… der Standardspruch, mit welchem man jederzeit jegliches britische Wetter charakterisieren kann: "It's lovely weather for ducks" (es ist schönes Wetter für Enten). Nun weiss man ja, dass Enten jegliches Wetter mögen, egal ob Sonnenschein oder Regen. Mit dieser Logik kann man sich bestens mit allen möglichen meteorologischen Situationen anfreunden.
 
Samstag, 13. Mai

Wetter:                         Naja; am späten Nachmittag recht trocken …
Aktivitäten:                  Fahrt rund um die Insel, was ca. 70 km ausmacht.
Der Tag
Unsere erste Erkundungsreise auf Arran zeigte uns mehrere wunderschöne Gebiete und Ecken dieser Insel. Trotzdem hielt sich unser Wander- und Foto Enthusiasmus in Grenzen, da eben das Wetter nicht so mitspielte.
Die Strassen der Küste entlang erinnern mit ihrem auf und ab und den vielen Kurven sehr stark an eine Achterbahn. Allerdings mit dem Unterschied, dass eine Achterbahn auf ihren Schienen wesentlich weniger holpring läuft als unser Auto auf dem doch gewaltig löchrigem Asphalt.
In unserer Unterkunft in Whiting Bay genossen wir zunächst ein formidables Frühstückmit reichem Buffet und fantastischer Menuekarte. Zurecht nennt sich das Guest Housse und nicht einfach B&B! Zudem erfuhren wir, dass der Besitzer ein absoluter Eric Clapton Fan ist. Das zeigt sich anhand der Unmenge an Memorabilien im Esszimmer.
Und da war da noch …
… dieser Anschlag im Rock Café in Brodick mit der Erklärung für den Begriff "Depresso".
Depresso ist das Gefühl, das einem überkommt, wenn der Kaffee ausgegangen ist.
Freitag, 12. Mai
Wetter:                         Schweiz - sonnig
                                      Schotlland - erst bedeckt, später Nieselregen
Aktivitäten:                  "Edelweiss" Flug nach Edinburgh - Fahrt über Kilmarnok nach Adrossan und mit Fähre in rund einer Stunde über den Firth of Clyde auf die Insel Arran.
Der Tag
Wie so ein Reisetag eben ist; mal da, mal dort etwas anstehen. Aber übers Ganze verlief die Anreise zur Insel Arran problemlos. Das schottische Wetter allerdings will uns etwas auf die Folter spannen und zeigt uns am Ankunftstag noch nicht die ganze Schönheit des Landes.

Und da war da noch …
die erste Verkehrstafel, die uns auf Arran auffiel. "Achtung Eichhörnchen (keine Witz)! Die kleinen Tierchen kennen offenbar keine Verkehrs- oder Fussgängerregeln. Darum werden einige auch nicht sehr alt …
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Schottland 2005

Wenn man Whisky und dabei insbesondere den Single Malt Scotch mag, dann wird eine Reise nach Schottland irgendwann mal überfällig. So nahmen wir uns denn zwei Wochen Zeit für eine Rundreise von Edinburg in die Speyside, durch die Higlands, nach Inverness und weiter auf die Hebriden, die Isle of Sky, die Isle of Mull und dann über Oban und Loch Lomond zurück zum Ausgangspunkt. Viele unserer Wegpunkte waren - natürlich – Distillerien, Whisky Bars und Küfereien. Aber auch alte Schlösser sind ein Muss auf einer solchen Reise. Für Iris wiederum war der Kauf von Original Harris Tweed in Stornoway (nördl Hebriden) das Higlight. Nebst all dem lernten wir aber vor allem fantastische Landschaften in teilweise fast beängstigender Ruhe und Abgeschiedenheit kennen. Mit den Leuten vor allem auf dem Land kamen wir jederzeit rasch in Gespräche über ihren Alltag und Geschichten aus der Vergangenheit. Auch ohne Whisky lohnt sich eine Schottland Reise; alleine schon wegen der weitläufigen, unberührten und eindrücklichen Natur.
Den Schottischen Whisky trinken wir seither selbstredend mit noch mehr Genuss und Verstand!



Dunvegan Castle - Isle of Sky

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London 2002

Iris und ich entschieden uns kurzfristig, einige Rest Ferientage für einen Ausflug nach London zu nutzen. Mit London, U-Bahn, Bus, Taxi und zu Fuss „klapperten“ wir so etwa Alles ab, was diese Stadt attraktiv macht. London Bridge, Tower, Hyde Park, Portobello Road, Westminster, Picadilly, London Pubs und vieles mehr standen auf unserem Besuchsplan. Schliesslich genossen wir auch eine Aufführung des „Phantom oft he Opera“ im Her Majesty‘s Theater, die genau gleiche Inszenierung, die ich schon 1992 gesehen hatte – und sie begeisterte mich immer noch!



London Bridge    

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London 1992

Unsere ehemalige Band – die Shooting Stars – genoss ein gemeinsames Wochenende samt Damen in London. Ein paar vergnügliche Tage, die uns vor allem unser einstiger Organist Hansruedi ermöglichte. Mit seinem privaten Jet, den er selbst pilotierte, offerierte er uns den Flug nach Biggin Hill, einem nördlich von London gelegenen und aus dem 2. Weltkrieg bekannten Flugplatz. Von dort ging’s in einer abenteuerlich schnellen Fahrt in die Hauptstadt. Der Fahrer unseres Privatbusses war wohl ein verhinderter Rally Pilot! Nebst dem gemeinsamen Austausch von Erinnerungen waren ein Besuch der touristischen Attraktionen und einer Aufführung des „Phantom of the Opera“ angesagt. Plaudern, Bummeln, gut Essen und Kulturelles liessen die Tage im Flug vergehen.



Die "Shooting Stars" bei ihrer Ankunft
auf dem Flugplatz Biggin Hill, GB